Der Frühling kommt – Zeit für die erste Rasenpflege
Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt auch im Kleingarten wieder die Gartensaison. Der Rasen hat den Winter hinter sich und zeigt jetzt oft typische Spuren: etwas Moos, kahle Stellen oder eine leicht verfilzte Oberfläche. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Rasenfläche jedoch schnell wieder in Schwung bringen.
Rasenpflege – Der erste Schnitt
Sobald der Rasen wieder deutlich wächst und der Boden nicht mehr dauerhaft gefroren oder zu nass ist, kann der erste Rasenschnitt erfolgen. Wichtig ist dabei eine nicht zu niedrige Schnitthöhe. Etwa 4–5 cm sind für den ersten Schnitt im Frühjahr ideal.
Der erste Schnitt entfernt abgestorbene Halme aus dem Winter und regt den Rasen zu neuem Wachstum an.
Moos und Rasenfilz entfernen
Nach dem Winter haben viele Rasenflächen mit Moos oder Filz zu kämpfen. Das entsteht vor allem durch Feuchtigkeit, Schatten oder verdichteten Boden.
Hier kann ein Vertikutieren helfen. Dabei wird die Oberfläche leicht angeritzt, sodass Moos und abgestorbene Pflanzenreste entfernt werden. Der Rasen bekommt wieder Luft und Licht.
Wichtig:
Vertikutieren sollte man nur durchführen, wenn der Rasen bereits sichtbar wächst – also meist ab April.
Kahle Stellen nachsäen
Der Winter hinterlässt oft kleine Lücken im Rasen. Diese lassen sich einfach schließen:
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Boden leicht auflockern
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Rasensamen nachsäen
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leicht andrücken
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regelmäßig feucht halten
Schon nach wenigen Wochen schließen sich diese Stellen wieder.
Rasendüngung im Frühjahr
Für die Düngung im Frühjahr könnte man einen Rasendünger mit Eisenanteil (Eisensulfat) verwenden. Diese Dünger versorgen den Rasen nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern helfen gleichzeitig dabei, Moos im Rasen etwas zurückzudrängen.
Gerade nach dem Winter tritt in vielen Gärten verstärkt Moos auf, insbesondere an schattigen oder länger feuchten Stellen. Der Eisenanteil sorgt dafür, dass sich das Moos dunkel verfärbt und anschließend leichter entfernt werden kann, während der Rasen selbst gestärkt wird.
Bei der Anwendung sollte der Dünger gleichmäßig und gemäß Herstellerangaben ausgebracht werden. Wichtig ist außerdem, dass Eisenverbindungen auf Steinplatten oder Kleidung dunkle Flecken verursachen können. Daher empfiehlt es sich, den Dünger vorsichtig zu streuen und eventuelle Reste von Wegen oder Terrassen zeitnah zu entfernen.
Dabei gilt:
Lieber maßvoll düngen, dafür aber regelmäßig.
Schnittpause im Mai – gut für Insekten
Viele Gartenfreunde legen im Frühjahr eine kurze Schnittpause im Mai ein. Wenn der Rasen einmal einige Wochen nicht gemäht wird, können Klee, Gänseblümchen und andere kleine Blütenpflanzen zur Blüte kommen. Diese sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten.
Gerade in naturnahen Gärten kann es daher sinnvoll sein, den Rasen für eine gewisse Zeit einfach wachsen zu lassen. Nach der Blüte kann die Fläche dann wieder normal gemäht werden.
Natürlich muss nicht der gesamte Rasen stehen bleiben. Oft reicht es schon, einige Bereiche oder Randflächen für ein paar Wochen wachsen zu lassen.
Geduld zahlt sich aus
Ein dichter und gesunder Rasen entsteht nicht über Nacht. Mit regelmäßigem Mähen, gelegentlichem Düngen und etwas Pflege entwickelt sich die Rasenfläche im Laufe des Frühjahrs meist ganz von selbst wieder zu einer grünen Gartenfläche.
Und nicht vergessen:
Ein Rasen darf auch mal ein paar Blumen oder Klee enthalten – das freut Bienen und andere Insekten.